PAPSTAR-Fortschrittsbericht 2020

Natürlich nachhaltig! Nachhaltigkeitsbericht 2020 der PAPSTAR GmbH

Fortschrittsbericht 2020

Natürlich nachhaltig!

A k t u e l l :

PAPSTAR GmbH

Klimaneutraler

Standort

(ClimatePartner.com/

ID 14403-2002-1001)

Natürlich nachhaltig!

Fortschrittsbericht 2020 der

PAPSTAR GmbH

Herausgeber:

PAPSTAR GmbH,

Daimlerstraße 4-8, D-53925 Kall;

vertreten durch Geschäftsführer

Hubertus Kantelberg,

Telefon +49 2441 – 83 0

E-Mail info@papstar.de

www.papstar.com

Der Fortschrittsbericht 2020 der PAPSTAR GmbH baut auf dem gleich­

namigen Nachhaltigkeitsbericht 2019 „Natürlich nachhaltig!“ auf und

bezieht sich auf das abgeschlossene Jahr 2019 (Grundlage des statistischen

Auswertungsverfahrens). Darüber hinaus thematisiert er zusätzliche Aktivitäten

und Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit bis zum 30. Juni 2020.

Redaktion:

Bernd Born (Medien & Kommunikation)

Anne Köhn (Nachhaltigkeitsmanagement)

Andreas Köller (Business Organisation &

Qualitätsmanagement)

Grafik und Layout:

TiPP 4 GmbH, Von-Wrangell-Straße 2,

D-53359 Rheinbach

Fotos:

PAPSTAR GmbH (Medien & Kommunikation,

Bernd Born), Bernd Becker (Kall, Seite 9),

ClimatePartner GmbH (Klimaschutzprojekt

Guanaré/Uruguay), Arndt Krömer (Öffentlich-

keitsarbeit Caritasverband für die Region Eifel

e.V.), Justdiggit Foundation (Amsterdam),

Adobe Stock / bht2000 (Seite 14)

Titelfoto/Umschlag:

Alfred Kurz, Articus & Röttgen Fotografie,

D-56656 Brohl-Lützing

Trendig, unterhaltsam, informativ

und stets „frisch angerichtet“:

STORYTELLER – das Online-Magazin von PAPSTAR.

Nett gemacht, herzhaft anders und so nachhaltig wie

der Anspruch, den wir uns gerne selbst auferlegen.

STORYTELLER auf www.papstar-storyteller.de –

immer einen KLICK wert!

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | Grußwort  _______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 3

Zeiten ändern sich! Und das zuweilen viel gravierender, als

uns allen lieb ist. Als ich vor exakt einem Jahr um ein Grußwort

für unseren ersten in Magazinform veröffentlichten Nachhaltig-

keitsbericht „Natürlich nachhaltig!“ gebeten worden bin, war

bei weitem nicht abzusehen, dass die Welt nur zwölf Monate

später eine andere sein würde.

Corona hat alles auf den Kopf gestellt. Im Moment steht immer

noch die Eindämmung der gesundheitlichen Folgen ganz oben

auf der Agenda und das ist richtig so. Viele Menschen bangen

um das Wohlergehen oder das wirtschaftliche Auskommen ihrer

Familien und ihnen nahestehender Personen. Damit gehen

drastische Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft einher –

vom fehlenden Kundenkontakt, über Umsatzeinbrüche bis hin

zu existenziellen Nöten.

Keinerlei Festivitäten und die zeitweise Schließung aller Gastro-

nomiebetriebe haben auch PAPSTAR vor große, nicht abzuse-

hende Herausforderungen gestellt. Die Krise ist allerdings auch

eine große Chance zum Umsteuern, Neudenken, Transfor-

mieren. Von daher bin ich weit davon entfernt, alles durch die

schwarze Brille zu sehen. Gerade in Krisenzeiten kristallisiert

sich doch heraus, wie gefestigt die Mitarbeiterbindung ist. In

vielerlei Hinsicht ist bei mir die Zuversicht gereift, dass wir auch

diese schwierigen, uns allen alles abverlangenden Zeiten gut

und bestenfalls gestärkt überstehen werden!

Zeiten ändern sich – Werte bleiben! Corona wirft viel

über den Haufen, was bisher normal war. Damit Nachhaltigkeit

dabei nicht in den Hintergrund rückt, haben wir unsere konse-

quente Ausrichtung nicht nur beibehalten, sondern weiter

forciert, um weitere „Spotlights der Nachhaltigkeit“ im hier nun

vorliegenden „Fortschrittsbericht 2020“ zu dokumentieren –

transparent und vor allem authentisch.

Von der überaus erfolgreichen Re-Validierung zum „GREEN

BRAND Germany & Austria 2020/2021“ und dem Label

„Klimaneutraler Standort Kall 2020“ (in Kooperation mit der

ClimatePartner GmbH) über richtungsweisende Forschungspro-

jektergebnisse („Komm, wir machen Kompost draus!“) und neue

Kommunikationsstandards bis hin zum weiteren Ausbau unserer

Sortimentslinie „pure“ (Produkte aus Agrarresten) oder innova-

tiven Ideen im Sinne der Verpackungspolsterung beziehungs-

weise für unsere Lkw-Flotte (Heckflügelsystem BETTERFLOW) –

es macht Freude, unsere weitere nachhaltige Entwicklung

innerhalb nur eines Jahres so komprimiert auf 16 Seiten zu sehen.

Nicht zuletzt werden wir somit einmal mehr unserer

Verpflichtung für den United Nations Global Compact (UNGC)

und den damit verbundenen Grundregeln zur Corporate Social

Responsibility (CSR, unternehmerische Gesellschafts- und

Sozialverantwortung) gerecht.

Zeiten ändern sich … – lassen Sie uns mit allem

rechnen, auch mit dem Guten!

Herzlichst, Ihr

Bert Kantelberg

CEO PAPSTAR GmbH

im Juli 2020

„Gerade in schweren Zeiten

zeigt sich doch, wie gefestigt die

Mitarbeiterbindung ist!“

Krisenmanagement bei PAPSTAR

„Gerade in schweren Zeiten zeigt

sich doch, wie gefestigt die

Mitarbeiterbindung ist!“

Das große Interview auf

www.papstar-storyteller.de

4 __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________  Nachhaltigkeit | PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020

Spotlights 2019/2020

(der Nachhaltigkeit)

Mit der Veröffentlichung des

Fortschrittsberichtes 2020 auf der

Internetpräsenz des United Nations

Global Compact (UNGC) sowie in

unternehmenseigenen Online-

Medien (Homepage papstar.com,

Online-Magazin STORYTELLER, Intranet

BE A PAPSTAR) bekennt sich PAPSTAR erneut aktiv

zur Unterstützung, Einhaltung und kontinuierlichen

Verbesserung der durch den UNGC benannten zehn

Grundprinzipien in den Kernthemen Menschenrechte,

Arbeitsstandards, Umweltschutz und Antikorruption.

Vom Nachhaltigkeits- zum Fortschrittsbericht

Natürlich nachhaltig! – wie schon der im Jahr 2019

erstmals in hochwertig gebundener Form veröffentlichte

Nachhaltigkeitsbericht trägt nun auch der dazugehörige

Fortschrittsbericht 2020 denselben Titel, um nicht zuletzt über

das Cover klar zugeordnet werden zu können.

Zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs (unter

sozialen und ökologischen Gesichtspunkten) sind für PAPSTAR

insbesondere auch die Kommunikation und Einbindung mit und

von Stakeholdern von großer Bedeutung und forcierungs-

würdig.

Als ein weiteres Transparenz schaffendes Medium thematisierte

der Nachhaltigkeitsbericht 2019 zurückliegende Maßnahmen,

Projekte und Ergebnisse des nachhaltigen Handelns der letzten

zehn Jahre. Der hier nun vorliegende Fortschrittsbericht 2020

kommuniziert nicht nur isolierte Fortschritte. Er dokumentiert die

weitere Entwicklung von PAPSTAR in punkto Nachhaltigkeit

und veranschaulicht den ganzheitlichen Ansatz, der dabei

verfolgt wird.

Die Gliederung in die fünf zentralen Handlungsfelder

Mitarbeiter, Produkte, Umwelt, Netzwerke und Prozesse bleibt

bestehen – dazu gesellen sich weitere relevante Themen sowie

last but not least die detaillierte Vorstellung der als Spin-off

gegründeten PAPSTAR Solutions GmbH.

2019

2020

Nachhaltige Erweiterung des

Produkt-Portfolios (Teller und

Schalen aus Agrarresten,

Bestecke aus Papier etc.)

100-prozentiger

Ökostrombezug

Klimaneutralität PAPSTAR GmbH

– Standort Kall (Kompensation/

Unterstützung eines Klima-

schutzprojektes)

Analyse des „Corporate Carbon

Footprint“ (CCF, in Kooperation mit

„ClimatePartner“)

Fortschrittsbericht 2020 zum

Nachhaltigkeitsbericht 2019

„Natürlich nachhaltig!“

„Natürlich nachhaltig!“ (Der etwas

andere Adventskalender im neuen

Intranet BE A PAPSTAR)

Projektstart „BETTERFLOW“

(Heckflügelsystem für Lkw zur weiteren

Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs)

Inbetriebnahme zweier Karton-

s­chredder­maschinen (zweites Leben

für Alt-Kartonagen als Verpackungs-

polsterung)

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | Mitarbeiter  ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 5

sollten zu „nachhal-

tigem Denken“

animieren und

zugleich den

ohnehin schon guten

Zusammenhalt über

Abteilungsgrenzen hinweg fördern.

Nicht immer sprang ein „Goodie“ dabei

heraus; vielmehr war entscheidend, dass

der „erste nachhaltige Adventskalender

überhaupt“ allen Spaß bereitete, hier

und da ein Lächeln auf Gesichter

zauberte und sozusagen „in einem

Abwasch“ zum schonenden Umgang

mit natürlichen Ressourcen aufrief.

Die Inhalte der 16 Türchen (die Wochen-

enden wurden ausgespart sowie der

23./24. Dezember zusammengelegt)

hätten unterschiedlicher kaum sein

können – von sympathischen Mitmach-

Aktionen über (nachhaltige)

Neuerungen bis hin zu Wissenswertem

aus der Gattung „Wusstet Ihr schon,

dass ...?“. Selbstverständlich wurde

jede Aktion am Tag ihrer

Nachhaltiger Adventskalender im Intranet

Spontane Ideen sind die besten!

Behaupten wir mal einfach so.

Besagter „Geistesblitz“ hat die

Abteilung Medien & Kommuni-

kation aus dem Nachhaltigkeits-

management erreicht. Daraus

entstanden ist „Natürlich

nachhaltig! Der etwas andere

Adventskalender von BE A

PAPSTAR“.

Was lag also näher, als den offiziellen

Titel des Nachhaltigkeitsberichtes in die

Adventszeit „rüber zu transportieren“

– auf nette, sympathische und spiele-

rische Art und Weise. In Co-Produktion

zwischen Nachhaltigkeitsmanagement,

BE-A-PAPSTAR-Redaktion und

Geschäftsleitung sind dann ebenso

spontan 16 Adventstürchen vorbereitet

worden, die eines gemein hatten: Sie

BE-A-PAPSTAR-Veröffentlichung

noch einmal gesondert vorgestellt

beziehungsweise in den Kontext des

Drei-Säulen-Modells der Nachhaltigkeit

(Ökonomie, Ökologie, Soziales)

gestellt.

Einige „Aktionen“ des nach­­

haltigen Adventskalenders:

Nimm-einen-mit-Woche

(Förderung von Fahrgemeinschaften

zum Arbeitsplatz)

Drei-Kontakte-persönlich-Tag

(statt E-Mails und Telefonaten im

Haus)

Veggie-Schnitzel (fleischlose

Alternative in der Kantine)

Pro-Kopf-Wasserverbrauch

(Tippspiel rund um einen gefüllten

Wassereimer)

Ich-finde-Dich-gut-Tag (was man

einem lieben Kollegen immer schon

mal sagen wollte)

Afterwork mit alkoholfreiem

Punsch, Kakao und Plätzchen

Weihnachten ein Lächeln ins Gesicht

zaubern. Und was alle Beteiligten

besonders stolz gemacht hat: Die

(Wunsch-)Sterne hingen noch nicht

am Baum, da waren sie auch schon

vergriffen.

Liebevolles Engagement

für die Caritas

… zudem beschenkte die „PAPSTAR-

Familie“ zahlreiche Kinder, die nicht auf

der Sonnenseite des Lebens stehen und

daher Unterstützung benötigen. Diese

Unterstützung gewährt ihnen in erster

Linie der Caritasverband für die

Region Eifel e.V. mit Sitz in Schleiden.

Die dort ansässige Familienpflege ist ein

Angebot für Familien und Alleinerzie-

hende in Notsituationen. Über eine

Wunschbaumaktion (Wunschstern des

Kindes vom Baum nehmen, Wunsch

im Wert bis zu 20 Euro erfüllen und

Geschenk unter den Baum legen)

konnten PAPSTAR-Mit­arbeiterinnen

und -Mitarbeiter nahezu 40 Kindern zu

„Die Aktion kam von vornherein bei der Belegschaft

super an, die Resonanz war unglaublich. Wir danken

Euch herzlich für Euer liebevolles Engagement – nicht

zuletzt auch im Namen der Kinder und ihrer Eltern.“

Anne Kurtensiefen,

Caritasverband für die Region Eifel

6 ___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________  Mitarbeiter | PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020

Über 350 Beiträge (aus allen

Abteilungen) im ersten Jahr: BE A

PAPSTAR, das Intranet für alle Mitar-

beiter mit aktuellen Nachrichten und

wichtigen Infos aus dem Unternehmen,

hat sich als interner Kommunikations-

kanal nachhaltig bewährt.

Die Interaktionsmöglichkeiten für die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind

mannigfach – von der Toolbox über

die Timeline und Termine bis hin zu den

Funktionen, die immer wieder zum

Besuch einladen, zum Beispiel

Raumbuchungen, häufig gestellte

Fragen, Infos zu neuen Produkten, die

Wissensplattform oder generell die

„Corporate-Identity-Tankstelle“. BE A

PAPSTAR – wenn der Name zum

Programm wird!

BE A PAPSTAR:

Über 350

Beiträge im

ersten Jahr

karten zu verzichten, um statt-

dessen die Projekte von Justdiggit

mit einer Spende zu unterstützen.

Justdiggit lädt die Welt dazu ein,

die symbolische grüne Schaufel

in die Hand zu nehmen – das

Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe –

aktiv werden im Kampf gegen

den Klimawandel!!“ Als

Botschafter der sowas von

einleuchtenden Idee fungiert

unter anderem Hausmeister

Thomas D (eigentlich Thomas

Dürr), Mitglied der deutschen

Hip-Hop-Gruppe „Die Fantas-

tischen Vier“ (Fanta 4).

Weihnachtsspende zur

Wiederbegrünung

Die PAPSTAR-Weihnachtsspende

in Höhe von 3000 Euro ging zum

Jahreswechsel 2019/2020 an

„Justdiggit: Dürregebiete wieder-

begrünen – mit Hilfe der

Menschen vor Ort“.

Nach der „Helfen-Sie-uns-helfen“-

Aktion im Vorjahr zugunsten von Ärzte

ohne Grenzen e.V., dem Deutschen

Kinderschutzbund e.V. und „Rettet den

Regenwald e.V.“ hatte PAPSTAR sich

wieder frühzeitig darauf festgelegt,

einmal mehr auf Produktions-, Druck-

und Versandkosten von Weihnachts-

Weitere Informationen zu Justdiggit gibt‘s hier:

www.papstar-storyteller.de/

thanks-from-justdiggit

www.papstar

-storyteller.de/justdiggit

oder

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | Produkte  ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 7

sieben Produkte – Messer, Gabeln,

Löffel, Kaffeelöffel, Rührstäbchen in zwei

verschiedenen Längen und Eislöffel – ins

Sortiment integriert, allesamt aus lebens-

mittelechtem, unbeschichtetem Papier,

FSC®-zertifiziert (Forest Stewardship

Council) und biologisch abbaubar.

Durch ihre achtlagige Struktur sind die

Teller und Schalen aus Agrarresten

Bestecke aus Papier

Stichwort „Bestecke“ – das

Produktportfolio an umwelt-

freundlichen Alternativen zum

herkömmlichen Plastik ist auch in

diesem Segment umfangreicher

geworden. Neben den stark

nachgefragten Messern, Gabeln

und Löffeln aus CPLA (Crystallized

Polylactid, auf Maisstärke

basierend) hat sich auch die

Absatzmenge der Holzvarianten

innerhalb kürzester Zeit nahezu

verdoppelt. Ganz neu in der

PAPSTAR-Sortimentslinie „pure“

(BIOBASED) zu finden: Bestecke

aus Papier.

Somit kann PAPSTAR einmal mehr

seiner Vorreiterrolle gerecht werden,

wenn es um nachhaltige Lösungen in der

„Besteck-Frage“ geht. Insgesamt wurden

Zuckergewinnung aus Rohrzucker) in

Formen gegossen und getrocknet wird.

So erhält man zu hundert Prozent bio­

basierte Verpackungen und stabile

Einmalgeschirre, die wiederum biolo-

gisch abbaubar und kompostierbar sind.

Einmalgeschirr aus Agrarresten birgt

jedoch nicht nur ökologische Vorteile. Es

entstehen auch soziale und ökonomische

Vorteile in den Rohstoff erzeugenden

Ländern (momentan Indien), die den

Bauern vor Ort zusätzliche Einkommens-

quellen bescheren und damit auch

Arbeitsplätze schaffen. Bisher wurden

die Pflanzenreste nicht wiederverwendet,

sondern klimaschädlich verbrannt.

Bestecke sehr stabil, geschmacksneutral

und eignen sich ausgezeichnet für

nachhaltig ausgerichtete Food-on-the-

Go-Konzepte, „einen Salat für

unterwegs“ beispielsweise. Zudem sind

sie nach dem Gebrauch ohne weiteres

und ganz bequem in einer Papiertonne

zu entsorgen.

Aus fünf mach’ sechs: PAPSTAR

ist mit einem nachhaltigen

„Neuzugang“ ins Jahr 2020

gestartet; nach Holz/Frisch­faser-

Karton, Palmblatt, Bambus,

Zuckerrohr und Mais konnte die

Sortimentslinie „pure“ mit Tellern

und Schalen aus Agrarresten

nochmal entscheidend verstärkt

werden. Der bereits bei den

Produkten aus Zuckerrohr oder

Palmblatt zugrunde liegende

Ansatz, nämlich an- und abfal-

lende Pflanzenreste

sinnvoll zu nutzen,

wird dabei

konsequent zu

Ende gedacht.

Mit der Einführung

von Einmalgeschirr

aus Agrarresten (etwa

Reisstroh, Bananen- oder

Zuckerrohrstaudenblätter), einer

Neuheit auf dem europäischen Markt mit

wegweisendem Charakter, konnte

PAPSTAR die „pure“-Linie weiter

ausbauen. Die Pflanzenreste aus der

landwirtschaftlichen Produktion werden

in der Sonne getrocknet,

gemahlen und dann als

selbstbindende Fasern

zu einem Brei verar-

beitet, der ähnlich wie

die Bagasse (Press-

rückstand bei der

8 ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________  Produkte | PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020

Forschungsprojekt-Ergebnis: Biologisch abbaubar,

nur (noch) nicht im „wirtschaftlichen Zeitfenster“

„Komm, wir machen Kompost

draus!“ In einem gemeinsamen

Forschungsprojekt (siehe Seiten

12/13, „Natürlich nachhaltig!“,

Bericht 2019) von PAPSTAR und

Schönmackers (Umweltdienste)

mit der Hochschule Rhein-Waal

galt es, gesellschaftliche und

wissenschaftliche Fragestellungen

zu kombinieren. Beim Klever

Street Food Festival sollte das

verwendete Einmalgeschirr

getrennt gesammelt und

anschließend in einer konventio-

nellen Kompostieranlage verar-

beitet werden. Die Ergebnisse

machen deutlich, dass dieser Weg

nicht einfach ist, die Erkenntnisse

sind für PAPSTAR jedoch wertvoll

und äußerst aufschlussreich.

Demnach sind alle

eingebrachten

Wertstoff-Fraktionen

komplett biologisch

abbaubar, jedoch

nicht in der für die Wirtschaftlichkeit

einer industriellen Kompostier-

anlage unabdingbaren Zeitspanne

von zwei bis maximal drei Wochen.

menseigenen Kompostiermaschine.

Diese arbeitet anders als bei der

„Freiluft-Kompostierung“ mit einem

Bakterienstamm und unter ständig

optimalen Temperatur- und Umwälzbe-

dingungen, so dass die in der Betriebs-

kantine eingesetzten Einmalprodukte aus

nachwachsenden Rohstoffen mitsamt

Kaffeesatz und Lebensmittelabfällen in

schöner Regelmäßigkeit zu einem stark

Cellulose-haltigen Bodenersatzstoff

verarbeitet werden können.

Die kompletten Ergebnisse des Pilot- beziehungs-

weise Forschungsprojektes „Komm, wir machen

Kompost draus!“ mit der Hochschule Rhein-Waal

(Biologische Ressourcen) lassen sich hier nachlesen:

www.papstar-storyteller.de/forschungsprojekt-ergebnisse

Soll heißen: Die einzelnen Materialien

(Holz/Karton, Palmblatt, Zuckerrohr,

Maisstärke) zeigten in den Rotte-

Prozessen und

-stadien unter-

schiedliche Grade

des biologischen

Abbaus.

Erkenntnisse,

die man bei

PAPSTAR gut

einzuordnen weiß

– nicht zuletzt aufgrund der

Erfahrungen mit der unterneh-

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | Umwelt  ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 9

Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren

Vermeiden, Reduzieren,

Kompensieren – die PAPSTAR-

Devise im Umweltmanagement

fußt auf drei Grundprinzipien.

Um die Umweltleistung zu verbessern

und die gesetzten Umweltziele erreichen

zu können, ist vor allem konsequentes

Handeln gefragt. Nicht zuletzt durch den

Einsatz und Investitionen in innovative

Techniken konnten die Verbräuche der

zentralen Energieträger einmal mehr

erheblich reduziert werden.

Während der Stromverbrauch generell

um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjah-

reszeitraum gesunken ist, nahm der von

Jahr zu Jahr erhöhte Ökostrombezug

2019 bereits einen erfreulichen Anteil

von rund 60 Prozent des Gesamtver-

brauchs ein.

Ein Rückgang um rund 3,4 Prozent

konnte in der Kennzahl des witterungs-

bereinigten Gasverbrauchs festgestellt

werden. Der durchschnittliche Dieselkraft-

stoffverbrauch je 100 Kilometer sank von

einer bereits beachtlichen 21,95-Liter-

Marke auf 21,54 Liter. Und für den

Fuhrpark ist noch ein weiterer positiver

Effekt zu verzeichnen: Der Frischwasser-

anteil für die Reinigung der Fahrzeug-

flotte konnte mit der hauseigenen

Wasseraufbereitungsanlage erneut

reduziert werden. Er lag 2019 bei nur

rund 30 Prozent (2018: 42 Prozent).

„Zentrale Energieträger“ –

weitere wesentliche Fortschritte

aufgrund in 2019 ergriffener

Maßnahmen:

Umrüstung auf LED-Beleuchtung in

weiteren Gebäudeteilen

erneute Erhöhung des Ökostrom-

bezugs auf 900.000 kWh

weitere Investitionen in neueste

Fahrzeugtechnik (EURO-6-Norm)

kontinuierliche Fortführung von

Eco(nomic)-Trainings für die Fahrer

intensive Reduzierung der

Lkw-Wäschen, insbesondere in

Trockenperioden

10 _______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________  Umwelt | PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020

PAPSTAR GmbH: Klimaneutraler Standort Kall

hausgas-Bilanz zukünftig ein wertvolles,

weiteres Werkzeug darstellt, um Hebel

und Reduktionspotenziale zu identifi-

zieren sowie die Entwicklung von

ökologischen Maßnahmen voran­

zutreiben.

„PAPSTAR GmbH – Klimaneutraler

Standort Kall 2020“ (ClimatePartner,

ausgestellt am 25. Juni 2020) – zum

Ausgleich der in 2019 verursachten

Emissionen hat sich das Unternehmen zur

Unterstützung des wertvollen Klima-

schutzprojektes „Aufforstung Guanaré/

Uruguay“ entschieden. Zusätzlich

werden im Rahmen dieses Projektes

wesentliche Sustainable Development

Goals der Vereinten Nationen unter-

stützt, insbesondere die Schaffung

Aus diesem Bewusstsein heraus befasst

sich PAPSTAR gegenwärtig mit der

Kompensation der durch den laufenden

Geschäftsbetrieb unvermeidbaren

CO2-Emissionen. Das Nachhaltigkeits-

management des Unternehmens ist

zudem davon überzeugt, dass die

erstmals erstellte umfängliche Treib-

In Kooperation mit der „Climate-

Partner GmbH“ (Klimaschutz für

Unternehmen) hat PAPSTAR die in

2019 emittierte Menge an Treib-

hausgasen ermittelt. Aus der

Erhebung des „Corporate Carbon

Footprint“ (CCF) für den Unter-

nehmens-Standort Kall geht

hervor, dass PAPSTAR nach

zahlreichen Maßnahmen der

aktiven Vermeidung und

Reduzierung der CO2-Last noch

einen verbleibenden CO2-Ausstoß

von rund 3.985 Tonnen verursacht

hat.

menschenwürdiger Arbeit und die

Förderung qualifizierter Bildung.

Mehr zur Klimaneutralität des PAPSTAR-

Standorts Kall und dem gewählten Projekt

in Uruguay sind der Tracking-ID und dem

QR-Code (Homepage „ClimatePartner“)

zu entnehmen.

Guanaré/Uruguay

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | Umwelt  _______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 11

Luftpolsterfolien aus Kunststoff abgeschafft;

stattdessen zweites Leben für Alt-Kartonagen

Die komplette Story zur nachhaltigen Variante

der Verpackungspolsterung gibt’s hier:

www.papstar-storyteller.de/verpackungen-pakete

Täglich verlassen bis zu 1000 Pakete das

PAPSTAR-Lager. Und so ist man grund-

sätzlich darum bemüht, die Pakete so zu

packen, dass nur wenige bis gar keine

Zwischenräume entstehen können.

Neben dem Nachhaltigkeitsgedanken

spielt natürlich die Kundenzufrie-

denheit beim Erhalt der Sendung

die alles entscheidende

Rolle. Beide

Verpackungspolster­

maschinen sind mit

einer staubabsorbie-

renden Absaugvor-

richtung ausgestattet;

selbstredend, dass in

einem vorhergehenden

Arbeitsschritt sämtliche

Metallklammern der

alten Kartonagen

entfernt wurden.

Der neue „Nachhaltig-

keits-Baustein“ endet

schließlich beim Paket-

empfänger, der das kartonbasierte

Füllmaterial unkompliziert und platz-

schonend im Altpapier (Blaue Tonne)

entsorgen kann.

Nachhaltigkeit hat viele

Facetten. Und noch mehr

Ansatzpunkte! Stichwort

„Verpackungspolsterung“

– im KEP-Bereich (Kurier-

Express-Paket-Dienst) des

PAPSTAR-Lagers verzichtet

man konsequent auf

sämtliche Kunststofffolien,

stattdessen erhalten

gebrauchte Kartonagen ein

„zweites Leben“, bevor sie

beim Empfänger des Pakets

endgültig ins Altpapier-Recycling

gelangen.

„Verpacken, polstern und die Umwelt

schonen“ – unter diesem Slogan hat

PAPSTAR zwei nachweislich energieef-

fiziente Verpackungspolstermaschinen

der Firma „cushion pack“ angeschafft.

Das Unternehmen mit Sitz in Salem am

Bodensee ist spezialisiert auf die

Entwicklung und Produktion von Geräten

und Anlagen, die aus Wellpappe

vielseitig verwendbare Verpackungs-

polster fertigen. So schneiden die bei

PAPSTAR eingesetzten Maschinen die

gebrauchten leeren Kartonagen so zu,

dass daraus flexibel einsetzbares

Polstermaterial entsteht.

12 ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________  Netzwerke | PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020

PAPSTAR setzt nachhaltige Maßstäbe:

Lieferantenaudit erfolgreich eingeführt

Über obligatorische Lieferanten-

gespräche und Vor-Ort-Termine

hinaus hat PAPSTAR im Jahr 2019

ein schriftliches Lieferantenaudit

eingeführt. Neben der Minimie-

rung möglicher Risiken hinsichtlich

sozialer und ökologischer Krite-

rien dient die Überprüfung als

wichtiger Hebel, um nachhaltige

Entwicklungen gemeinsam mit

den Lieferanten vorantreiben zu

können.

Das Audit beruht auf den Grundprinzi-

pien des United Nations Global Com-

pact (UNGC) sowie den Konventionen

der International Labour Organization

(ILO) zu internationalen Arbeitsstan-

dards. Ein in deutscher und englischer

Sprache aufgelegter Fragebogen

umfasst vier Kernthemen: Menschen-

rechte, Arbeitsnormen, Umwelt & Klima

sowie Korruptionsprävention.

Für die Geschäftspartner bestehen ver-

schiedene Optionen zur Beantwortung

der insgesamt 46 Fragen – von Zustim-

mung und Verneinung über „in Planung“

bis hin zu ergänzenden Kommentaren.

Ein internes Team – bestehend aus Nach-

haltigkeitsmanagement und Einkauf –

überprüft die Rückmeldungen inklusive

ergänzender Dokumente. Im Falle von

Abweichungen oder Verbesserungs­

potenzialen erfolgt zunächst eine interne

Abstimmung zum weiteren Vorgehen.

Werden Abweichungen von geforderten

Leistungsmerkmalen bei Lieferanten

identifiziert, die sich nicht mit den Prinzi-

pien beziehungsweise Vorgaben von

PAPSTAR decken, wird umgehend eine

Korrektur eingefordert und deren Umset-

zung erneut überprüft.

Durch den fest eingeführten Prozess zur

Messung und Überwachung der sozia-

len und ökologischen Performance von

Geschäftspartnern erhält PAPSTAR vor

allem auch wesentliche Erkenntnisse über

die Wirksamkeit der eigenen unterneh-

merischen Verantwortung innerhalb der

Supply Chain (Lieferkette). Verantwor-

tungsübernahme endet somit nicht an

den eigenen Firmentoren.

Unter Berücksichtigung der einzelnen

Ergebnisse sowie der allgemeinen Mit-

wirkung der jeweiligen Lieferanten ist das

Zwischenergebnis für PAPSTAR bereits

zufriedenstellend. Eine stets aktuelle

Benchmark veranschaulicht erreichte

Leistungen und Ergebnisse innerhalb der

einzelnen Themen. Die Abbildung zeigt

den aktuellen Gesamtdurchschnitt der

Leistungsbewertung.

Korruptionsprävention

Verbot von Zwangsarbeit

Vergütung

Vereinigungsfreiheit und

Recht auf

Kollektivverhandlungen

Arbeitszeiten

Arbeitsvertrag

Brandschutz

Umwelt & Klima

Anti–Diskriminierung

Jugendarbeitsschutz &

Verbot von Kinderarbeit

Gesundheit und

Arbeitssicherheit

60,00%

70,00%

80,00%

90,00%

100,00%

Compliance: Regeltreue wird zu einem Erfolgsfaktor

Compliance ist die betriebswirtschaft-

liche und rechtswissenschaftliche

Umschreibung für die Regeltreue

(auch Regelkonformität) von Unter-

nehmen, also die Einhaltung von

Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen

Kodizes. Die Gesamtheit der Grund-

sätze und Maßnahmen eines Unter-

nehmens zur Einhaltung bestimmter

Regeln und damit zur Vermeidung

von Regelverstößen wird von der

„Regierungskommission Deutscher

Corporate Governance Kodex“ als

„Compliance Management System“

bezeichnet.

Über das Intranet BE A PAPSTAR

wurden bei PAPSTAR über den Leiter

Compliance folgende Richtlinien

kommuniziert:

Code of Conduct (Verhaltenskodex),

Compliance-Organisation, Unter-

schriftsberechtigung (Zeichnung),

Antikorruption, Datenschutz, Allge-

meines Gleich­behandlungsgesetz,

Fuhrpark und Mindestlohn.

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | Prozesse  ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 13

nach unserer Kalkulation etwa 2000

Liter Diesel.“

„Unsere Flotte genießt einen ausge-

zeichneten Ruf. Die Sattelzüge sind nicht

zuletzt unter aerodynamischen Gesichts-

punkten optimal ausgestattet, darüber

hinaus werden alle Fahrer ständig

geschult“, so Fahrtrainer Fritz Großart:

„Unser Wunsch ist es, den zuletzt

erreichten Durchschnittswert von

21,5 Litern je 100 Kilometer durch die

Heckflügel-Erweiterung auf unter 20 Liter

zu drücken.“ Für die Testphase ist

Fuhrpark­auslastung:

Zielniveau übertroffen

Heckflügelsystem zur weiteren Kraftstoff-Einsparung

Verfügbare Frachtkapazitäten,

Auftragslage, termingerechte Warenbe-

reitstellung – eine weitere zentrale Steue-

rungsgröße im Rahmen des Fuhrpark­

managements ist die Fuhrparkauslastung,

wobei im bewährten Rundlauf-System

(Ladungen Hin- und Rückfahrt) die

Vermeidung von Leerfahrten angestrebt

In Kooperation mit dem

Aachener Start-up-Unternehmen

BETTERFLOW testen PAPSTAR-

Lkw-Fahrer ein wissenschaftlich

neu konzipiertes Heckflügel-

system, um die ohnehin schon

aerodynamischen „weißen

Riesen“ noch windschnittiger

zu machen. Das Ziel ist klar:

Die weitere Minimierung des

Kraftstoffverbrauchs im

Zusammenspiel mit einer

kontinuierlichen Senkung

der CO2-Emissionen.

„Der große kastenartige Aufbau und die

hohe, breite Front der Sattelzüge bieten

der Luft eine gewaltige Angriffsfläche“,

weiß Dirk Sieprath, der beim Aachener

Start-up für Marketing, Kommunikation

und Vertrieb zuständig ist: „Die dadurch

entstehenden Luftwirbel am Heck wirken

beinahe wie ein Bremsfallschirm.

Beschleunigt der Lkw, steigt der Luft­

widerstand exponentiell.“ Eine

optimierte Aerodynamik am Heck des

Sattelzuges wirke dem Effekt entgegen,

senke den Kraftstoffverbrauch und

verringere somit auch den CO2-­

Ausstoß. Das patentierte Heckflügel-

system von BETTERFLOW öffnet sich

automatisch während der Fahrt, sobald

der Lkw 60 Kilometer pro Stunde (km/h)

erreicht und optimiert den Strömungswi-

derstand entscheidend; der cw-Wert

(Strömungswiderstandskoeffizient) sinkt

um rund neun Prozent.

Laut Berechnungen von BETTERFLOW

benötigt jeder Sattelzug auf der

Langstrecke bis zu 13 Liter je 100

Kilometer, allein um den Luftwiderstand

zu überwinden. Genau an diesem Punkt

setzt das neue Heckflügelsystem an: 1,2

bis 1,8 Liter je 100 Kilometer sollen so

schon mal eingespart werden. „Ein

Drittel der Gesamtausgaben von Spedi-

teuren im Langstreckengeschäft entfällt

auf den Kraftstoff“, rechnet Dirk Sieprath

vor: „Ein Sattelzug mit einer Fahrleistung

von 150.000 Kilometern im Jahr spart

wird. Es geht bei der Kennzahl daher

weniger um eine jährliche Steigerung,

als vielmehr um das Erreichen des

angestrebten Zielniveaus von 70 Prozent.

Das Ergebnis für 2019 ist daher

erfreulich: Es konnte eine Fuhrpark­

auslastung von 73,2 Prozent erreicht

werden.

zunächst mal ein PAPSTAR-Sattelzug

mit den Heckflügeln ausgestattet worden.

„Sämtliche Fahr- und Verbrauchsdaten

werden mittels unseres Telematik-

Systems (Telematik ist eine Technik,

welche die Bereiche Telekommunikation

und Informatik verknüpft, Anm. d. Red.)

erfasst und ausgewertet; zudem sorgen

wir im Rahmen der Tourenplanung für

verlässliche Vergleichswerte“, so Fritz

Großart: „Dazu werden Lkw ohne

Heckflügelsystem exakt identische

Strecken fahren wie unser BETTERFLOW-

Sattelzug.“

Verständigten sich auf eine umfangreiche Testphase für das Heckflügelsystem an einem

PAPSTAR-Sattelzug (v.li.): Dirk Sieprath (BETTERFLOW GmbH), PAPSTAR-CEO Bert

Kantelberg und Eco(nomic)-Fahrtrainer Fritz Großart.

Die komplette Story zum BETTERFLOW-Praxistest

gibt’s hier:

www.papstar-storyteller.de/betterflow-im-praxistest

14 ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________  Zertifikate | PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020

Auch die Steigerungsrate wurde mitge-

teilt. „Herzlichen Glückwunsch zu einer

herausragenden Verbesserung von 57

auf nun 74 Prozent“, heißt es in der

Original-Mail von Norbert R. Lux: „Eine

derartige Steigerung innerhalb von zwei

Jahren ist noch keinem Unternehmen

gelungen!“ Folgende Themenfelder

wurden von einer hochrangigen Jury

abschließend bewertet: Unternehmens-

zweck, Umweltmanagementsysteme,

Corporate Social Responsibility, Energie-

verbrauch, Ressourcenverbrauch,

Emissionen, Transport, Wasserverbrauch,

Abfallstrategie, Bewusstseinsbildung/

Kommunikation intern und extern.

Energiesimulation und Facility

Management) mit Sitz in Köln. Die

Energieverbräuche liegen anteilig ihrer

Größe nach im Dieselkraftstoff

(Fuhrpark), Gasverbrauch (Heizung) und

Stromverbrauch (insbesondere Lager­

logistik).

Im Ergebnis des Audits wurden

PAPSTAR potenzielle Maßnahmen

zur Steigerung der Energieeffizienz

vorgeschlagen: Der weitere kontinuier-

liche Austausch auf LED-Beleuchtung

(erfolgt fortlaufend) sowie eine Senkung

der Stromgrundlast an Wochenenden,

die in Abstimmung mit einer Fachfirma

geprüft wird.

„Herausragende Verbesserungen“:

GREEN-BRANDS-Gütesiegel mit Stern

Hohe Energieeffizienz bescheinigt

Gütesiegel (erstmals) mit Stern:

Nach einer überaus erfolgreichen

Re-Validierung mit „heraus­

ragenden Verbesserungen“

(GREEN-BRANDS-Geschäftsführer

Norbert R. Lux) haben die

PAPSTAR GmbH und die PAPSTAR

Österreich Vertriebs AG das neue

2020/2021-Logo zugesprochen

bekommen.

Audits auch eine Evaluierung

umgesetzter Maßnahmen zur

Steigerung der Energieeffizienz

statt.

Die Überprüfung auf Einhaltung gesetz-

licher Anforderungen ist obligatorisch.

Bereits 2015 wurden PAPSTAR eine

hohe Energieeffizienz am Standort Kall

und eine starke Verankerung des Themas

in den betrieblichen Abläufen

bescheinigt; die erneute

Bestätigung erfolgte

jetzt durch die

ifes GmbH

(Institut für

angewandte

Das gemäß Energiedienstleis-

tungsgesetz (EDL-G) vorgegebene

und alle vier Jahre durchzufüh-

rende Energieaudit nach DIN EN

16427-1 wurde bei PAPSTAR im

Jahr 2019 erstmals wiederholt.

Neben der allgemeinen energeti-

schen Betrachtung fand im

Rahmen des

„PAPSTAR ist im Jahr 2019 Ökostrom-

Kunde und erhält 900.000 kWh der

verbrachten Strommenge aus Erneuer-

baren Energiequellen. Gemäß Zertifikat

der Agder Energi (ein norwegischer

Energiekonzern, Anm. d. Red.) wurde die

gelieferte regenerative Energie nach den

strengen Kriterien der ‚CMS Standard

Erzeugung EE‘ des TÜV SÜD erzeugt.

Damit leistet der Kunde einen wichtigen

Beitrag zum Klimaschutz.“

Originalwortlaut Zertifikat der „ene

– ENERGIE DER EIFEL“, Kall 2019, unter-

zeichnet von Markus Böhm, Geschäfts-

führer der ene-Unternehmensgruppe

Grünstrom-

Zertifikat

PAPSTAR Fortschrittsbericht 2020 | PAPSTAR Solutions GmbH  _________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 15

Vom Cradle-to-Cradle-Prinzip überzeugt:

PAPSTAR gründet die Solutions GmbH

Bereits seit vielen Jahren verfolgt

PAPSTAR die Zielsetzung einer

nachhaltigen und umweltbe-

wussten Unternehmensführung.

Das gilt für die Sortimentspolitik

(Einführung der Produktlinie

„pure“ im Jahre 2008) ebenso

wie für die Infrastruktur am

Standort Kall.

In direktem Zusammenhang mit den vom

Gesetzgeber im Mai 2018 bekanntge-

gebenen Plänen zur Ausgestaltung einer

im Sinne der EU-Kommission umzuset-

zenden Plastikstrategie hat PAPSTAR

das ca. 5000 Artikel umfassende

Produktportfolio nochmals in Richtung

„Nachhaltigkeit“ forciert; große Teile

des Sortiments sind bereits vollum-

fänglich aus nachwachsenden

Rohstoffen (Holz und Frischfaser-Karton,

Palmblatt, Zuckerrohr, Mais oder Agrar-

reste) hergestellt und biologisch

abbaubar. Tendenz stark steigend! 

Darauf aufbauend konnten

im vergangenen Jahr

und in Kooperation

mit Entsorgungs-

spezialisten der

Firma Schönma-

ckers Umwelt-

dienste GmbH &

Co. KG, mit

örtlichen Behörden

sowie unter wissen-

schaftlicher Begleitung

(Hochschule Rhein-Waal, Kleve

– Studiengang „Biologische Ressourcen)

mehrere Pilotprojekte initiiert und

umgesetzt werden, um für die Produkte

aus nachwachsenden Rohstoffen

geschlossene Wertstoffkreisläufe sowohl

in Richtung Kompostierung als auch in

Richtung stofflicher Verwertung zu imple-

mentieren.

Insgesamt und nach der Auswertung

dieser Projekte kommt PAPSTAR zu

dem Schluss, dass der Ansatz „Cradle to

Cradle“ (dt. wörtlich „von Wiege zu

Wiege“, sinngemäß „vom Ursprung zum

Ursprung“, Anm. d. Red.) für die

Produkte umsetzbar ist, zumal der

Bedarf und die Notwendigkeit derartiger

Konzepte künftig erheblich steigen

werden. Forschungs- und Klärungs-

bedarf wird noch dahingehend

bestehen, von Fall zu Fall zu

bestimmen, welche Kreis-

lauflösungen in Abhän-

gigkeit von gewählten

Materialarten am besten

geeignet und umsetzbar

sind. Um schlussendlich ein

rechtssicheres Geschäfts-

modell abbilden zu können,

müssen auch die vorgege-

benen Rahmenbedingungen seitens des

Gesetzgebers intensiv beleuchtet und

berücksichtigt werden (Kreislaufwirt-

schaftsgesetz – KrWG, Bioabfallver-

ordnung – BioAbfV, Verpackungsgesetz

– VerpackG, Tierische-Nebenprodukte-

Beseitigungsverordnung – TierNebV).

Da PAPSTAR vom Ansatz der „System-

lösungen“ überzeugt ist, wurde im April

2019 als Spin-Off die PAPSTAR

Solutions GmbH gegründet. Diese

wird nicht nur den Vertrieb und die

technische Wartung von Kompostierma-

schinen der Marke „Oklin“ übernehmen,

sondern Beratungsleistungen von der

Warenversorgung mit nachhaltigen

Produkten bis hin zu optimalen Entsor-

gungslösungen, auch in Zusammenarbeit

mit der Firma Schönmackers Umwelt-

dienste GmbH & Co. KG, anbieten.

Mit der PAPSTAR Solutions GmbH

öffnet sich PAPSTAR einem neuen

Geschäftsfeld, welches in der beschrie-

benen Konstellation einem Alleinstel-

lungsmerkmal auf dem deutschen Markt

gleichkommt.

Weitere Infos und Best-Practice-

Beispiele zur PAPSTAR Solutions GmbH

gibt’s hier:

www.papstar-solutions.de

Eine Marke, drei Awards

Produkt-Award

PAPSTAR GmbH

Daimlerstraße 4-8

D-53925 Kall

Telefon: +49 (0) 24 41 / 83-0

E-Mail: info@papstar.de

PAPSTAR

Österreich

Vertriebs AG

Villacher Str. 28 b

A-9800 Spittal / Drau

Telefon: +43 (0) 47 62 / 6 15 81

E-Mail: info@papstar.at

PAPSTAR

Conpax B.V.

Linie 13

NL-6678 PK Oosterhout

Telefon: +31 (0) 887 588 111

E-Mail: info@conpax.com

PAPSTAR

Ibérica S.L,S. Com

Pol. Ind. Riu Clar

C/ Plom, parcela 47-48

E-43006 Tarragona

Telefon: +34 977 / 24 56 44

E-Mail: info@papstar.es

PAPSTAR

France SAS

Villa Parc - Rue Lech Walésa

F-77185 Lognes

Telefon: +33 (0) 1 60 06 38 38

E-Mail: info@papstar.fr

PAPSTAR

Sverige AB

Box 664

S-44118 Alingsås

Telefon: +46 (0) 3 22 1 91 05

E-Mail: info@papstar.se

PAPSTAR

Polska Sp. z o.o.

Niepruszewo, ul. Modrzewiowa 5

PL-64-320 Buk

Telefon: +48 (0) 6 16 10 72 82

E-Mail: biuro@papstar.com

NL

PL

BELLE VIE – LIGNE CARRÉE

– die neue Geschirrkollektion von

PAPSTAR aus Zuckerrohr-Bagasse