Natürlich nachhaltig!
Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
Natürlich nachhaltig!
Herausgeber
PAPSTAR GmbH
Daimlerstraße 4-8, D-53925 Kall
(vertreten durch Geschäftsführer Tom Kantelberg)
Telefon: +49 2441 830
E-Mail: info@papstar.de
www.papstar.com
Der Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 der PAPSTAR GmbH baut auf den Nachhaltigkeits- und Fortschrittsberichten
von 2019 bis 2022 auf und bezieht sich auf das abgeschlossene Jahr 2023 (Grundlage des statistischen
Auswertungsverfahrens).
Redaktion
Bernd Born
Head of Media,
Communication
& Marketing
Andreas Köller
Lead Business Organization,
Quality & Environmental
Management
Hanna Berners
Sustainability
Management
Redaktionelle
Mitarbeit
Yvonne Reidt
Jana Schmitz
Projektmanagement,
Grafik und Layout
Sandra Plützer
Michelle Duve
B+P Agentur GmbH,
Alfred-Nobel-Straße 1-3
D-50226 Frechen
Herstellung
Pecks Druck GmbH & Co. KG, Otto-Brenner-Straße 56, D-52353 Düren
Fotos
aktivpark Kall/Dimension Media (S. 14); Carl Brunn, AGIT mbh (S. 25); Christoph Duep-
per, ©JobRad (S. 23); Tameer Gunnar Eden, Eifeler Presse Agentur (S. 26); Robert Herbst,
A-Langenlois (S. 38); Ingo Hilger, Fotografie Horesco (S. 15); Andreas Klotz, TiPP 4 GmbH
Werbeagentur (S. 31); Stefanie Laville Fotografie, Blankenheim-Ahrdorf (S. 17, 18, 35);
Benny Meyer, GREEN BRANDS (S. 15); Michael Nielen, WochenSpiegel/Weiss-Verlag
(S. 28); PAPSTAR GmbH - Medien, Kommunikation & Marketing, Bernd Born, Yvonne Reidt
(S. 7, 12, 15, 23, 26, 28, 30); Pressestelle Kreis Euskirchen (S. 26); privat
(S. 2, 6, 14, 28, 29); Andreas Schmitter, IHK Aachen (S. 25); Frank Schoepgens Foto-
grafie, Köln (S. 2, 3, 8, 12, 13, 18, 19, 29, 30, 31, 34, 35, 36, 38, 39); Henry Welisch,
A-Villach (S. 38); Reiner Züll, Hilfsgruppe Eifel e.V. (S. 27); iStock.com: bgblue (S. 9),
Carkhe (S.9), michaelmjc (S.14), MrJub (S. 6), Ksenia Gromova (S. 20); stock.adobe.com:
BRO Vector (S. 32), j-mel(S. 24), Kira (S. 24), pavel1964 (S.31), Pixel-Shot (S. 24) soulcld
(S. 32, 33)
Gender-Hinweis
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personen-
bezogenen Hauptwörtern in diesem Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 die männliche
Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grund-
sätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und
beinhaltet keine Wertung.
FSC-Hinweis
Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 der PAPSTAR GmbH
Der Forest Stewardship Council® (FSC®) ist eine internationale Nicht-Re-
gierungsorganisation, die sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche
und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung der Wälder der Erde einsetzt.
Beachten Sie unsere FSC®-zertifizierten Produkte.
Wir befinden uns in einer Epoche, welche von
globalen ökologischen Herausforderungen
geprägt ist. Diese können wir, die gesamte
Bevölkerung, nur GEMEINSAM angehen
und lösen. Dabei sollte sich jeder Einzelne
auf seine Stärken fokussieren.
PAPSTAR hat sich dazu verschrieben, seinen
Kunden bei der Fragestellung, welches
Produkt das nachhaltigste ist, aktiv beiseite-
zustehen. So werden wir jeden Anwendungs-
fall mit dessen individuellen Anforderungen
betrachten, um die jeweils ökologisch nach-
haltigste Lösung gewährleisten zu können.
Dabei schließen sich Einweg und Mehrweg
nicht gegeneinander aus. Im Gegenteil, beide
Lösungen können sich sehr gut ergänzen!
Ziel ist es, die Verköstigung von Getränken und Speisen wieder
zu einem Erlebnis werden zu lassen. Der Konsument sollte sich
dabei keinerlei Gedanken zur nachhaltigsten Verpackung machen
müssen. Das übernehmen wir!
In unseren Augen bedeutet Nachhaltigkeit jedoch nicht nur das in
der ökologischen Betrachtung beste Produkt zu finden. Nachhaltig
erwirtschaftete Gewinne reinvestieren wir in die Weiterentwick-
lung unserer Standorte und Mitarbeiter. Dies konkretisiert sich
nicht zuletzt in unseren ESG-Zielen (siehe Seite 5), die uns in den
letzten Jahren und bis heute begleiten.
Bereits 2022 haben wir die für uns wichtigsten SDGs (Sustainable
Development Goals) identifiziert und Maßnahmen zur Verbesse-
rung abgeleitet. Diese Einordnung diente uns
nun als Fundament, um frühzeitig alle Vor-
bereitungen treffen zu können, sodass wir der
CSRD-Berichtspflicht (Corporate Sustainabili-
ty Reporting Directive) uneingeschränkt nach-
kommen werden. Die EcoVadis-Zertifizierung
mit dem Gütekriterium Silber zeigt, dass wir
uns auf dem richtigen Weg befinden!
Wir als PAPSTAR verspüren zudem eine Ver-
antwortung für die Region. Wir schaffen nicht
nur Arbeitsplätze, sondern bringen uns auch
maßgeblich in regionalen Netzwerken ein,
wie der Dienstleistungs-Genossenschaft Eifel
eG oder der Unternehmerfrühstücks-Initiative
„viertelvoracht“. Nicht zuletzt dürfen wir ein-
mal mehr die Hilfsgruppe Eifel e.V., Hilfe für
krebskranke Kinder, bei der Ausrichtung der Oldie-Nacht 2024
auf unserem Betriebsgelände tatkräftig begleiten.
Erstmalig darf ich Ihnen in diesem Jahr den hier vorliegenden
Nachhaltigkeitsbericht ans Herz legen, der den steten Fortgang
der nachhaltigen Entwicklung in unserem Unternehmen PAPSTAR
dokumentiert.
Herzlichst und positiv der Zukunft zugewandt, Ihr
„Den ökologischen Herausforderungen
mit fundierter Expertise begegnen!“
Zur zukünftigen und weiteren konkreten Ausgestaltung unserer Nachhaltigkeitsstrategie sowie der Festlegung
detaillierter Initiativen und Zielsetzungen haben wir uns in einer Erweiterung unserer bisherigen Nachhaltigkeits-
bemühungen einmal mehr an der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 orientiert und damit
von den sogenannten 17 Sustainable Development Goals (SDGs) leiten lassen.
Als Unterzeichner des United Nations Global Compact (UNGC) fühlen wir uns diesen weltweit festgeschriebenen
Zielen der Agenda 2030 in besonderer Weise verpflichtet und richten unsere Geschäftstätigkeit bereits seit langem
an den zehn Prinzipien des Global Compact aus. Es wird insbesondere darauf ankommen, dass wir alle gemeinsam,
das heißt, Politik, Gesellschaft und Unternehmen, schnell vorankommen, um sämtlichen Herausforderungen zu begegnen und nicht zuletzt
der Verantwortung gegenüber den uns folgenden Generationen gerecht zu werden.
Tom Kantelberg | Andreas Köller
Executive Management PAPSTAR GmbH
Tom Kantelberg
Managing Director PAPSTAR GmbH
PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Grußwort
Inhalt| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Grußwort Tom Kantelberg
Managing Director der PAPSTAR GmbH
• freiwillige Selbstverpflichtung zu den Grundprinzipien des UN Global Compact
(Executive Management: Tom Kantelberg | Andreas Köller)
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Allgemeine Nachhaltigkeitsthemen
• ESG ‒ zentrale Handlungsfelder (Enviroment, Social, Governance)
• Experten-Interview Professor Dr. Torsten Weber:
„Fundiertes Substanzwissen als Fundament regulatorischer Herausforderungen“
• EcoVadis - Silber-Einstufung mit Zusatz „Top 15 Prozent aller bewerteter Unternehmen“
• Sustainable Development Goals (SDGs) und Handlungsfelder
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HANDLUNGSFELDER
Mitarbeiter
• Dienstjubiläen bei PAPSTAR
• Arbeitssicherheit und Arbeitsumgebung
• Betriebliches Gesundheitsmanagement und Fitness-Angebot
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Produkte
• Neuerungen in Materialien
• Optimierung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen
• Kundentipp aufgegriffen und konsequent zu Ende gedacht
• Transparenz innerhalb der Lieferkette
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Umwelt
• Corporate Carbon Footprint (CCF)
• „Zertifiziertes Unternehmen“ (ClimatePartner)
• Ressourceneffizienz Strom/Gas/Wasser/Kraftstoff
• Abfallmanagement und Energiekonzept 2035
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Netzwerke
• Innovations- und Nachhhaltigkeitspreis (PAPSTAR Solutions GmbH)
• Unternehmerfrühstück „viertelvoracht“
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Prozesse
• Zero Waste: Ausrichtung der Oldie-Nacht für die Hilfsgruppe Eifel
• Strategische Partnerschaften im Spitzensport (Volleyball und Eishockey)
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PAPSTAR im Überblick
• Nachhaltigkeitsziele: Auswahl qualitativer und quantitativer Maßnahmen
• Unternehmensportrait: Sortiment und Warengruppen, Solutions, Logistik und Service
• Daten und Fakten
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Grußwort Tom Kantelberg German Design Award 2024
(Kampagne „serving solutions“ - Testimonial und Produkt)
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PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Allgemein
ESG – zentrale Handlungsfelder
Als Unternehmen, das sich seiner Verantwortung für
Gesellschaft und Umwelt bewusst ist, erkennen wir
die Bedeutung der Corporate Sustainability Reporting
Directive (CSRD) an. Diese EU-Richtlinie verpflichtet
Unternehmen, transparent über ihre sozialen, ökologi-
schen und ökonomischen Auswirkungen zu berichten.
Zielsetzung sollte sein, einen positiven Beitrag zur Ge-
sellschaft und zur Umwelt zu leisten, indem nachhaltige
Geschäftspraktiken gefördert und umgesetzt werden.
Unsere Unternehmenspolitik ist fest an zentralen Dimensionen der
Nachhaltigkeit ausgerichtet ‒ von unserem Sortiment aus nach-
wachsenden Rohstoffen bis hin zu kreislauforientierten Stoffstrom-
management-Konzepten für unsere Produkte sowie der Beachtung
sozialer Aspekte in unserer gesamten Lieferkette. Wir sehen Nach-
haltigkeit als notwendige Bedingung für unsere weitere Unterneh-
mensentwicklung. Die CSRD legt einen besonderen Schwerpunkt
auf eine „geprüfte“ Nachhaltigkeitsberichterstattung über die
Die Doppelte Materialität bezieht sich darauf, dass
Unternehmen sowohl über finanzielle als auch nicht-finan-
zielle Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit in der CSRD berichten
müssen.
Kreislaufwirtschaft
Energieverbrauch
Treibhausgase
Scope 1&2
Treibhausgase
Scope 3
Arbeitskräfte:
Wertschöpfungskette
informationsbezogene
Auswirkungen
für Verbraucher
Wasserressourcen :
Nutzung
Süß-/Meerwasser
eigene
Belegschaft :
Arbeits-
bedingungen
Sicherheit von
Verbrauchern
Umweltverschmutzung
des Bodens
eigene Belegschaft :
Gleichbehandlung
Umweltverschmutzung:
besorgniserregende
Stoffe
Anpassung
an den
Klimawandel
Korruption &
Bestechung
eigene Belegschaft:
sonstige
arbeitsbezogene
Rechte
Umgang
mit Abfälle n
Umwelt-
verschmutzung :
Mikroplastik
Verlust von
Ökosystemen und
Artensterben
Umweltverschmutzung:
Luft, Wasser
Unternehmenskultur
& Lieferanten-
beziehungen
minimal/nicht
vorhanden
Impact Materialität
Finanzielle Materialität
informativ
wichtig
kritisch
niedrig
hoch
sehr hoch
Environment
Social
Governance
Bereiche „Environment“ (E), „Social“ (S) und „Governance“ (G),
die gleichrangig zur finanziellen Berichterstattung zur Pflicht für
zahlreiche Unternehmen wird.
Im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse gemäß der Vorgabe der
CSRD haben wir die zentralen ESG-Handlungsfelder unserer nach-
haltigen Ausrichtung bestimmt. Diese Handlungsfelder sind solche,
auf die wir einen Einfluss haben und die die Entwicklung unseres
Unternehmens maßgeblich beeinflussen werden. Das gesamte Pro-
jekt wurde wissenschaftlich begleitet durch Prof. Dr. Torsten Weber,
Professor für Nachhaltigkeits- und Innovationsmanagement.
Die nachfolgende Abbildung zeigt das Ergebnis unserer Wesent-
lichkeitsanalyse mit den zentralen Handlungsfeldern im Überblick:
von Andreas Köller und Hanna Berners
Allgemein| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
Fundiertes Substanzwissen bildet
Fundament für alle regulatorischen
Herausforderungen
Als wissenschaftlicher Begleiter ist Professor Dr. Torsten
Weber in die Nachhaltigkeitsthemen in Bezug auf die
Wesentlichkeitsanalyse bei PAPSTAR involviert. Nach
der detaillierten Relevanz-Analyse der Sustainable
Development Goals (SDGs) für sämtliche geschäftliche
Aktivitäten und unter Beachtung ihrer jeweiligen Beein-
flussbarkeit in Form einer Wesentlichkeitsanalyse
(siehe Nachhaltigkeitsbericht 2022) dreht sich
beim neuen Gemeinschaftsprojekt alles um die
Corporate Sustainability Reporting Directive
(CSRD), die neue EU-Richtlinie zur Unterneh-
mens-Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Angesichts der stetig zunehmenden Bedeutung einer
Umweltverantwortung in der Geschäftswelt ist das
Vertrauen in die Nachhaltigkeitsberichterstattung
von Unternehmen von elementarer Bedeutung. Das
geht weit über die regulatorische Anforderung hinaus;
Stakeholder fordern inhaltliche Bekenntnisse zu vielerlei Nachhal-
tigkeitsthemen regelrecht ein. Es geht längst nicht mehr nur darum,
wie gut die finanzielle Performance ist, sondern wie nachhaltig und
verantwortungsbewusst ein Unternehmen agiert.
Als in Fachkreisen anerkannter Professor für Nachhaltigkeits-
management spricht Prof. Dr. Torsten Weber im Interview über die
generelle Bedeutung sowie die zu erwartenden Auswirkungen der
„Nachhaltigkeits-Regulatorik“ und wie fundiert der Prozess bei
PAPSTAR angestoßen und weiterentwickelt wurde.
Regulatorische Regelungen zur nachhaltigen Bericht-
erstattung von Unternehmen, aber auch der Informa-
tionsbedarf der Stakeholder grundsätzlich, nehmen
kontinuierlich zu. Wie wirkt sich dieser Umstand aktuell
auf mittelständisch geprägte Unternehmen aus?
Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD,
hat die Dynamik sicherlich ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht,
was zu tiefgreifenden Herausforderungen und Veränderungen für
viele Mittelständler führt. Während vor einigen Jahren hierzu ‚nur‘
Prof. Dr. Torsten Weber, Professor für Nach-
haltigkeit, ist als Wissenschaftler seit 2012
an der CBS International Business School
(Campus Köln, Mainz, Potsdam) mit Pas-
sion in den Themenfeldern Nachhaltigkeits-
und Innovationsmanagement unterwegs.
In den letzten Jahren berät er Unternehmen
aus dem deutschen Mittelstand zu Ansätzen
und Strategien der nachhaltigen Transfor-
mation.
Weber ist häufiger Gast und Redner auf
Konferenzen und Veranstaltungen im In-
und Ausland sowie Diskutant in deutschen
Medien zum Thema Nachhaltigkeit, bei-
spielsweise als Sky-Umweltexperte.
Der 46-Jährige ist selbst Unternehmens-
gründer und strategischer Beirat des
nachhaltigen Beratungsnetzwerks „The
Seventeen“.
unverbindliche Empfehlungen zu berücksichtigen waren oder die
Anforderungen nur große, kapitalmarktorientierte Unternehmen
betrafen, werden die Vorgaben seit kurzer Zeit immer verpflich-
tender: EU-Offenlegungsverordnung, EU-Taxonomieverordnung,
EU-Green-Claims-Verordnung oder eben die CSRD sind aktuelle
Beispiele, die viele Unternehmen sicher zunächst aufschrecken
lassen.
Im positiven Sinne treiben regulatorische Herausforderungen aller-
dings mehr denn je den Wandel in etablierten Unternehmen voran.
Es ist eben aber auch eine vielschichtige, sich ständig weiter-
entwickelnde und vermutlich auch nie endende Management-
aufgabe, auf die einige Unternehmen noch nicht ausreichend
vorbereitet sind. Es fehlen Knowhow und Ressourcen ‒ ganz
simpel auch Menschen, die sich mit ESG (Environmental, Social
und Governance, dt. Umwelt, Soziales und Unternehmensführung)
und Nachhaltigkeit auskennen und beispielsweise im Bereich
Reporting mittelständische Unternehmen als feste Mitarbeiter oder
beratend unterstützen und begleiten.
Auch finanziell gilt es, die zunehmenden Anforderungen zu schul-
tern, bedarf es doch an vielerlei Stellen finanzieller Investitionen,
etwa um digitale ESG-Reporting-Tools zu nutzen oder zu imple-
mentieren. Vielen Unternehmen steht da noch ein langer Weg mit
reichlich Arbeit bevor.
Nun begleiten Sie PAPSTAR im Rahmen der Ausrichtung
auf die Anforderungen der CSRD. Welche Situation ha-
ben Sie bei PAPSTAR vorgefunden und wie lassen sich
die zentralen Schritte im Rahmen eines solchen Projek-
tes definieren?
Ich durfte PAPSTAR schon bei einem vorhergehenden Projekt be-
gleiten, so dass es mich nicht verwundert hat, dass das Unterneh-
men abermals sehr gut vorbereitet war, diesmal um den CSRD-
Prozess zu starten. Zum Großteil kennt man bereits seit vielen
Jahren die Auswirkungen, Chancen und Risiken entlang der Wert-
schöpfungsketten; im Kontext der EcoVadis-Zertifizierungen oder
dem eigenen CSR-Audit (Corporate Social Responsibility) konnten
bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.
Von daher fiel mir oftmals lediglich eine moderierende Funktion
zu, da die Fachexperten im Haus bereits über das nötige Subs-
tanzwissen verfügten. Es galt die ESRS (European Sustainability
Reporting Standards) als Struktur besser kennenzulernen, um dann
gemeinschaftlich die wesentlichen Themen herauszuarbeiten, die
für PAPSTAR und seine Stakeholder relevant sind.
Eine Herausforderung war sicherlich die Tatsache, dass nach
ESRS eine doppelte Wesentlichkeit durchgeführt und im Prozess
auch der Einfluss der nachhaltigen Themen auf das PAPSTAR-Ge-
schäftsmodell bewertet werden musste. Zahlreiche Deep Dives und
Workshops bildeten schließlich die Grundlage für die weiteren
Ableitungen von KPIs (Key Performance Indicators, dt. Schlüssel-
kennzahlen), Zielen und ergänzenden Maßnahmen, die PAPSTAR
in den nächsten Jahren konsequent verfolgen wird.
Worin sehen Sie die Chancen der eingeforderten CSRD-
Berichterstattung für Unternehmen wie die PAPSTAR
GmbH?
Ganz klar in der Verzahnung von sozial-ökologischer Nach-
haltigkeit mit dem eigentlichen Wirtschaften des Unternehmens.
Unternehmen müssen künftig die Risiken der Nachhaltigkeit wie
beispielsweise den Klimawandel und die dazugehörigen Effekte
genauestens bewerten, um sie mit den eigenen ökonomischen Ziel-
setzungen und Strategien in Kontext bringen zu können.
Darüber hinaus gilt es offenzulegen, welche Aspekte der eigenen
Geschäftstätigkeit wesentlich auf die der Nachhaltigkeit einwirken
und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit
auf die Geschäftstätigkeit haben. Zudem muss mit der CSRD der
Nachhaltigkeitsreport in den Lage- und Geschäftsbericht integriert
Produkte, die in einem Kreislauf funktionieren: Managing Director
Tom Kantelberg stand zu Beginn des Jahres 2024 gleich mehreren
TV-Produktionen zu Nachhaltigkeitsthemen Rede und Antwort.
PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Allgemein
Über PAPSTAR Solutions
Nach mehreren Pilotprojekten in Richtung biologischer
Abbaubarkeit und Recycling ist es der PAPSTAR Solutions
GmbH unter wissenschaftlicher Begleitung gelungen, einen
Wertstoffkreislauf für seine Produkte zu entwerfen und sicher-
zustellen, dass auf Events und Veranstaltungen eingesetztes
Einmalgeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen per Faser-
aufbereitung stofflich erneut verwertet werden kann.
werden. Diese To-Do's bringen endlich eine Verschmelzung der
sozial-ökologischen mit den ökonomischen Zielen und Themen
mit sich und führen so zu ganz neuen Ansätzen und Perspektiven.
Nachhaltigkeit wird dadurch zu einem Innovationstreiber. Dies
hat PAPSTAR ja bereits mit der Gründung der eigenen PAPSTAR
Solutions GmbH genutzt, wo exakt diese Zielebenen stärker ‚zu-
sammengedacht‘ werden.
Das Interview führte Andreas Köller.
Wird die Thematik Nachhaltigkeit beziehungsweise ESG
nicht zunehmend zu einer notwendigen Bedingung, mit
der sich Unternehmen auseinandersetzen müssen? Sind
darüber hinaus gar Wettbewerbsvorteile im Hinblick
auf eine zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu
erschließen?
Eine zentrale Zielsetzung der Regulatorik und der Anforderungen
im ESG-Kontext ist ja, positive Veränderungen voranzutreiben:
Durch die thematische Auseinandersetzung mit den Berichtsthemen
hilft sie Unternehmen, ein vollständiges Verständnis der wesent-
lichen Auswirkungen ihres Handelns, der wesentlichen Abhängig-
keiten sowie Risiken und Chancen zu erlangen und entsprechend
zu handeln. Dies ist verpflichtend, ja, und wird auch im Zusammen-
hang mit einem öffentlichen Druck zu einer notwendigen Bedin-
gung, also einer Art Fundament für Unternehmen.
Die Unternehmen selbst werden am stärksten davon profitieren,
wenn sie diese Themen proaktiv weiter ausbauen und vorantreiben,
um sich somit von der Masse abzuheben und zu differenzieren. Der
Verstärkereffekt tritt ein und ein Konkurrenzkampf um die nach-
haltigsten und innovativsten Ansätze wird hoffentlich die Folge sein.
Auf lange Sicht kann das nur Innovationen und Wettbewerbsvor-
teile pushen beziehungsweise hervorbringen. Von daher lohnt sich
ein höheres Invest in Nachhaltigkeitsthemen definitiv.
Allgemein| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
von Bernd Born
PAPSTAR unter den
Top-15-Prozent aller
bewerteter Unternehmen
Nicht zuletzt durch unsere Initiativen im Bereich „Corporate Social
Responsibility“ (dt.: gesellschaftliche Unternehmensverantwortung)
konnten wir auf Anhieb eine Auszeichnung mit der Bronze-Medail-
le erreichen. Ansporn genug, zahlreiche Verbesserungsvorschläge
seitens EcoVadis konsequent umzusetzen, um sich 2024 erneut
einer Bewertung zu unterziehen. Mit Erfolg, denn die neue Silber-
Einstufung ist mit dem Zusatz versehen, zu den Top 15 Prozent der
weltweit durch EcoVadis bewerteten Unternehmen zu zählen.
In allen von EcoVadis zur Bewertung herangezogenen Themen-
bereichen konnten wir unsere Nachhaltigkeitsleistung erheblich ver-
bessern und wurden in allen Bewertungsfeldern mit der Einstufung
„fortgeschritten“ bewertet:
• Umwelt
• Arbeits- und Menschenrechte (soziale Verantwortung)
• Ethik
• nachhaltige Beschaffung
Die EcoVadis-Methodik basiert auf internationalen Nachhaltig-
keitsstandards, darunter die Global Reporting Initiative, der Global
Compact der Vereinten Nationen und die ISO 26000*. Im Rahmen
des Bewertungsprozesses durch EcoVadis analysiert und überprüft
ein Team internationaler Nachhaltigkeits-Experten bereitgestellte
Unternehmensdaten (belegende Unterlagen, 360-Watch-Ergebnis-
se etc.), um zuverlässige Ratings zu erstellen. Diese berücksichtigen
die Branche des jeweiligen Unternehmens, Größe und geografi-
schen Standort gleichermaßen.
* Die ISO 26000 ist ein Leitfaden, der Orientierung und Empfehlungen gibt, wie
sich Organisationen jeglicher Art verhalten sollten, damit sie als gesellschaftlich
verantwortlich angesehen werden können. Der Leitfaden wurde im November 2010
veröffentlicht und seine Anwendung ist freiwillig.
Über EcoVadis
Seit der Gründung im Jahr 2007 hat sich EcoVadis zum
weltweit größten und zuverlässigsten Anbieter von Nach-
haltigkeitsbewertungen von Unternehmen und globaler
Lieferketten entwickelt und ein internationales Netzwerk von
mehr als 135.000 bewerteten Unternehmen aufgebaut. Das
EcoVadis-Team besteht aus über 1400 hoch talentierten
Fachexperten aus über 70 Ländern. Für seinen vorbildhaften
Beitrag zur nachhaltigen Transformation von Lieferketten
wurde EcoVadis im Jahr 2022 mit dem Deutschen Nachhal-
tigkeitspreis (DNP) ausgezeichnet.
FEB 2024
2023
Kunden und Geschäftspartner erwarten eine nachvollziehbare Nachhaltig-
keitsstrategie und schlussendlich auch eine fundierte Bewertung derer.
Von daher haben wir uns im Jahr 2023 erstmals von EcoVadis, dem weltweit
zuverlässigsten Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen, begutachten lassen.
Professionell recherchiert, herzhaft anders
und so nachhaltig wie der Anspruch,
den wir uns gerne selbst auferlegen.
PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Allgemein
Mit vielen Best-Practice-Beispielen: Kreislauforientiertes Stoffstrommanagement
MEHR LESEN
10
ZIEL 5
Geschlechtergleichstellung erreichen
und alle Frauen und Mädchen zur
Selbstbestimmung befähigen.
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (englisch: Sustainable Development Goals, SDGs), an denen sich PAPSTAR
im Zuge der weiteren nachhaltigen Entwicklung orientiert, sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen
(United Nations, UN) mit ihren 193 Mitgliedsstaaten, die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung
auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene dienen sollen.
ZIEL 2
Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit
und eine bessere Ernährung erreichen und
eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
ZIEL 1
Armut in allen ihren Formen
und überall beenden.
ZIEL 3
Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden
Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen
fördern.
ZIEL 6
Verfügbarkeit und nachhaltige
Bewirtschaftung von Wasser und
Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
ZIEL 8
Dauerhaftes, breitenwirksames und
nachhaltiges Wirtschaftswachstum,
produktive Vollbeschäftigung und
menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
ZIEL 7
Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher,
nachhaltiger und moderner Energie für
alle sichern.
SDGs und Handlungsfelder
ZIEL 4
Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige
Bildung gewährleisten und Möglichkeiten
lebenslangen Lernens für alle fördern.
Sie traten 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft ‒ der offizielle deutsche Titel lautet: „Transformation unserer Welt:
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“.
Für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Unternehmensführung hat PAPSTAR mit wissenschaftlicher Begleitung durch Prof. Dr.
Torsten Weber, Professor für Nachhaltigkeitsmanagement, die hier grün hervorgehobenen sechs zentralen SDGs identifiziert (Relevanz für
unsere geschäftlichen Aktivitäten unter Beachtung ihrer jeweiligen Beeinflussbarkeit):
von Bernd Born
Allgemein| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
11
ZIEL 11
Städte und Siedlungen inklusiv, sicher,
widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
ZIEL 10
Ungleichheit in und zwischen Ländern
verringern.
ZIEL 14
Ozeane, Meere und Meeresressourcen
im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten
und nachhaltig nutzen.
ZIEL 15
Landökosysteme schützen, wiederherstellen
und ihre nachhaltige Nutzung fördern …
ZIEL 16
Friedliche und inklusive Gesellschaften für
eine nachhaltige Entwicklung fördern …
MEHR LESEN
Gemäß dieser SDGs ergeben sich folgende Handlungsfelder, zu denen wir, wie bereits in den
Nachhaltigkeits- und Fortschrittsberichten 2019 bis 2022, nachfolgend berichten werden:
ZIEL 9
Widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen,
breitenwirksame und nachhaltige
Industrialisierung fördern und
Innovationen unterstützen.
ZIEL 13
Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung
des Klimawandels und seiner Auswirkungen
ergreifen.
ZIEL 17
Umsetzungsmittel stärken und die
globale Partnerschaft für nachhaltige
Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.
ZIEL 12
Nachhaltige Konsum- und
Produktionsmuster sicherstellen.
MITARBEITER
NETZWERKE
PRODUKTE
PROZESSE
UMWELT
PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Allgemein
12
Mitarbeiter| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
MITARBEITER
Nicht nur mit unseren Produkten, so zum Beispiel in den Bereichen
Einmalgeschirr und Serviceverpackungen oder Körperschutz, die
primär der Hygiene und Sicherheit unserer Kunden dienen, können
wir einen unmittelbaren Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten.
Wir nehmen diese Verantwortung innerhalb unserer gesamten
Supply Chain und insbesondere auch gegenüber unseren Mitarbei-
tern wahr. Diese Verantwortung mündet nicht zuletzt auch in der
kontinuierlichen Bereitstellung von Ausbildungsplätzen im Dualen
System (Unternehmen und Berufs-/Hochschule) in insgesamt neun
Berufsfeldern: Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement,
Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen, Kaufleute
im E-Commerce, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung,
Fachinformatiker für Systemintegration, Fachkraft für Lagerlogistik,
Fachlagerist und Berufskraftfahrer.
Verbundenheit zum Unternehmen
Nur weniges im Leben bleibt lange bestehen. Das gilt
insbesondere für die berufliche Laufbahn. Konstante
und vertrauensvolle Arbeitsverhältnisse über viele
Jahre hinweg werden immer seltener. Nicht so bei
PAPSTAR!
Getreu dem Motto „Einmal PAPSTAR, immer PAPSTAR“ konnte die
Geschäftsführung in 2023 einem illustren Quintett gratulieren, das
mit Werten wie „Verbundenheit zum Unternehmen“ durchaus noch
etwas anzufangen weiß: Yvonne Reidt (Abteilung: Media, Commu-
nication & Marketing; Teamlead Graphic), Michael Bertram (Abtei-
lung: E-Commerce/Köln, Manager & Support E-Commerce), Dirk
Evertz (Abteilung: Business Development, Business Development
Manager ppa.) Ralf Schneider (Abteilung: IT, Manager Software
Engineering) und Erik Michels (Lager, Schichtleiter).
Allzu viele Worte über die Bedeutung der fünf Jubilare für das Un-
ternehmen PAPSTAR zu verlieren, hieße Eulen nach Athen tragen:
In ihren Bereichen haben alle sichtbare Spuren hinterlassen und
gelten als hochkompetente, angesehene wie nette Kollegen.
Darüber hinaus feierten gleich zwei
Herren ihr 40-jähriges Betriebs- und
Dienstjubiläum, die die Geschicke des
Unternehmens maßgeblich und federfüh-
rend geprägt haben: Purchasing Director
Markus Mörsch und Bert Kantelberg,
der sich nach 25 Jahren als CEO der
PAPSTAR GmbH seit dem 1. Januar 2024
als Vorstandsvorsitzender der PAPSTAR Holding AG der
strategischen Ausrichtung der gesamten Gruppe widmet.
Gemeinsam 125 Jahre bei PAPSTAR: Yvonne Reidt, Michael Bertram, Dirk Evertz
und Eric Michels (v.l.n.r., eingerahmt von der Geschäftsführung um Bert und Tom
Kantelberg) sowie Ralf Schneider.
von Bernd Born
13
Exoskelette und Safety Walks
Ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg unseres
Unternehmens sind unsere Mitarbeiter. Deren Sicherheit
und Gesundheit zu schützen und zu fördern ist uns ein
besonderes Anliegen. Um diese Zielsetzung kontinuier-
lich zu verfolgen und bestmögliche Ergebnisse zu
gewährleisten, wurden verschiedene Maßnahmen
ergriffen, die Arbeitssicherheit und die Mitarbeiter-
gesundheit zu sichern.
Obwohl an vielen Stellen in unserem Unternehmen bereits eine
hohe maschinelle Unterstützung beziehungsweise Automatisierung
umgesetzt sind, gilt es die körperliche Belastung insbesondere im
Lagerbereich weiter zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund sind
wir aktuell mit einem Hersteller von Exoskeletten in Kontakt, um zu
prüfen, ob und inwieweit diese bei uns eingesetzt werden kön-
nen. Exoskelette sind am Körper getragene Assistenzsysteme, die
mechanisch auf den Körper einwirken und somit die Köperhaltung
und -kraft unterstützen. Insbesondere beim Anheben von schweren
Paketen oder Paletten soll das Exoskelett zur Schonung der körper-
lichen Belastung beitragen.
Um die körperliche Fitness der Mitarbeiter zu erhalten und bestens-
falls zu steigern, wurde die Zusammenarbeit mit dem Kaller aktiv-
park nahe des Unternehmensstandortes intensiviert. Das Gesund-
heits-, Sport- und Präventionsangebot für unsere Belegschaft wurde
ausgeweitet, so dass alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, einen
erheblich vergünstigten und individuell abgestimmten Fitness-Tarif
zu buchen.
Seit 2022 werden am Standort Kall im Lager Saftey Walks durch-
geführt, um proaktiv mögliche Risiken in Bezug auf die Arbeits-
sicherheit zu identifizieren. Somit werden potenzielle Gefahrenquel-
len systematisch identifiziert, um Arbeitsunfällen vorzubeugen und
unfallbedingte Kranktage weiter zu reduzieren.
Unfallbedingte Kranktage
350
250
150
50
2019 2020 2021 2022 2023
von Andreas Köller und Hanna Berners
14
Mitarbeiter| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
Gesundheit als allerhöchstes Gut:
„Fitness“ für nur 10 Euro Eigenanteil
Ein betriebliches Gesundheitsmanagment und die
Mitarbeitergesundheit zählen zweifelsohne zu den
Erfolgfaktoren unseres Unternehmens. Von daher
haben unser Managing Director Tom Kantelberg und
Markus Mörsch (Purchasing Director) mit dem uns part-
nerschaftlich verbundenen aktivpark Kall ein attrakti-
ves „Fitness-Paket“ für unsere Mitarbeiter geschnürt.
Oberstes Ziel ist es, die Gesundheit unserer Beschäftigten nicht nur
zu erhalten, sondern langfristig zu verbessern. Grundlage des An-
gebotes ist die von aktivpark-Fitness-Expertin Tanja Hölz gestütze
wissenschaftliche Erkenntnis, „dass ein Workout für den Körper am
effektivsten ist, wenn man mindestens zweimal innerhalb von zehn
Tagen für mindestens eine Stunde trainiert.“
Die Eckpunkte des Angebotes:
• Zum Aufbau und Erhalt der individuellen Fitness werden wir
den Mitarbeitern der PAPSTAR GmbH die Möglichkeit geben,
zu besonders günstigen Konditionen Sport zu treiben.
• Konkret bieten wir das Paket „Fitnesstarif PAPSTAR“ an,
welches folgende Leistungen und Möglichkeiten beinhaltet:
Geräte Ausdauer, Kraftgeräte & Freihantelbereich, Functional
Training, Outdoor-Fitness, E-Gym, Five/Faszien, Kursbereich.
• Dieses Paket wird von PAPSTAR in der Form subventioniert,
dass für den einzelnen Mitarbeiter lediglich ein Eigenanteil
von 10 Euro pro Monat zu entrichten ist.
„Für PAPSTAR ist das Thema Gesundheit,
Mitarbeiter-Zufriedenheit und Wohlbefinden
am Arbeitsplatz ein wesentlicher Bestand-
teil der Firmen-DNA. Mit den besonderen
Firmenfitness-Konditionen im aktivpark Kall
und einem attraktiven Angebot für alle Mit-
arbeiter lebt PAPSTAR vor, wie ein modernes
Gesundheitsmanagement Erfolg haben kann.
Dementsprechend sind wir sehr froh, dass
sich innerhalb kürzester Zeit bereits über
75 Mitarbeiter bei uns körperlich und mental
fit halten und somit in ihr Wohlbefinden und
ihre Lebensqualität investieren. So entsteht
für alle Beteiligten eine Win-Win-Win-
Situation.“
Henning Förster, Geschäftsführung
von Bernd Born
Nachhaltigkeitssplitter
Kinderwünsche
erfüllt
Bereits zum fünften Mal hintereinan-
der (2019 bis 2023) haben Mitarbeiter bei der Wunsch-
stern-Aktion Christkind für diesmal 74 Kinder Caritas-be-
gleiteter Familien „mit schwierigem Hintergrund“ gespielt.
Die Geschenke hatten einen Wert bis zu 20 Euro - umso
schöner, wenn sich die bedachten Kinder im Nachhinein
mit farbenfrohen Bildern bedanken.
Spontane Mitarbeiterspende
200 Euro für die Hilfsgruppe Eifel: Bei der
Pressekonferenz zur Oldie-Nacht 2024 konnte
Managing Director Tom Kantelberg eine entspre-
chende Kleingeld-Box an den Vorsitzenden Willi
Greuel weiterreichen. Für die vom Marketing
organisierten Nikolausmützchen zum Glühwein-
fest hatten die Mitarbeiter spontan eine Spenden-
kasse eingerichtet.
GREEN BRAND 2024/2025
Im November 2023 wurden insgesamt 63
Marken als „GREEN BRANDS Germany“ aus-
gezeichnet, darunter PAPSTAR für die bereits
dritte erfolgreich bestandene Re-Validierung (drei
Sterne). Das Gütesiegel ist eine offizielle EU-Ge-
währleistungsmarke für ökologische Nachhaltig-
keit und entspricht den geplanten EU-Richtlinien
zur Green-Claims-Verordnung.
von Bernd Born
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Caterer des Jahres 2023
Wir könnten jetzt etwas von einem guten
Gespür bei der Auswahl unserer Testimo-
nials erzählen - wollen wir aber gar nicht:
Lieber schicken wir Glückwünsche an
Dr. Nadine Lehrieder von der gleich-
namigen Catering-Party-Service GmbH
& Co. KG (NürnbergMesse GmbH) für
den Award „Caterer des Jahres -
Kategorie: Nachhaltigkeit“.
Lieferant des Jahres 2023
Die schwedische Niederlassung des Global
Players Lyreco hat PAPSTAR Sverige AB als
Lieferanten des Jahres 2023 in der Kategorie
„Catering und Verpackungen“ ausgezeichnet.
„Der konstruktive Dialog im Sinne der Kunden,
Qualitätsprodukte, zuverlässige Lieferungen und
Wachstumsinitiativen haben uns restlos über-
zeugt“, heißt es in der Laudatio.
Caterer des Jahres 2023:
Dr. Nadine Lehrieder und
Thomas Domani mit
Chefredakteur Hans
Jürgen Krone (li.) sowie
Juror und Laudator
Bernd Born (PAPSTAR).
Nahmen in Nürnberg die GREEN-
BRANDS-Auszeichnung für
PAPSTAR entgegen: Prokurist
Andreas Köller und Hanna Berners.
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Nachhaltiger Konsum bildet ein zentrales Thema im Rahmen unserer
Orientierung an den Sustainable Development Goals (SDGs). Als
Schnittstelle zwischen Produktion und Konsument haben wir dies-
bezüglich einen wesentlichen Einfluss auf eine „gelebte“ Nachhal-
tigkeit ‒ vor allem im Rahmen unserer kontinuierlichen Sortiments-
gestaltung.
Neuerungen in Materialien ‒ ganz aktuell: Produkte aus Graspa-
pier ‒ oder die Nutzung von Agrarresten als Rohstoff sind ständige
Aufgaben im Warengruppenmanagement zur nachhaltigen Weiter-
entwicklung unseres Sortimentes. Umwelt- und soziale Aspekte als
zentrale Maßstäbe werden hierbei gleichrangig berücksichtigt.
Wir sind uns darüber bewusst, dass eine Bereitstellung nachhaltiger
PRODUKTE
Produktalternativen mit einer transparenten Kommunikation
einhergehen muss, um die Verwendung solcher Alternativen und
Lösungen entscheidend zu forcieren. Letztlich werden positive
Umweltauswirkungen und Ressourceneinsparungen nur dann
signifikant sein, wenn eine hohe Marktdurchdringung von Sorti-
mentsinnovationen gelingt.
Die Bereitstellung von Informationen für Kunden und Konsumen-
ten, die Schulung der eigenen Mitarbeiter oder auch der gezielte
Einsatz unserer werblichen Maßnahmen bis hin zur Zertifizierung
von Produktlinien sind dabei wesentliche Determinanten. Nach-
haltiger Konsum als zentrales Thema tangiert nicht zuletzt auch die
Bereiche Umverpackung sämtlicher Produkte sowie die allgemeine
Bekämpfung von „Littering“, die achtlose Entsorgung von Abfällen
im öffentlichen Raum.
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
als Leitmaxime der Sortimentsgestaltung
Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung bleibt der
Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen für unsere
Produkte die zentrale Leitmaxime. Dabei setzen wir
konsequent auf Rohstoffe wie Holz und Frischfaser-
Karton, Zuckerrohr, Palmblatt, Bambus, Maisstärke
oder Agrarreste.
Die nachhaltige Ausrichtung unseres Sortimentes spiegelt sich auch
in den Produktzertifizierungen wider.
Unsere Backförmchen aus
Frischfasern und 40 Prozent
Kakaoschalen verfügen über
eine besonders schöne und
natürliche Produktstruktur. Sie
besitzen alle Eigenschaften
herkömmlicher Backförmchen,
beispielsweise sind sie backfest
bis 220 Grad, gefriergeeignet
bis -40 Grad und mikrowellen-
tauglich.
Eine absolute Produktneuheit wird noch in diesem Jahr ins Sortiment
aufgenommen: Müllbeutel und Müllsäcke aus 100 Prozent Post
Consumer Waste. PCW ist Abfall, der in privaten Haushalten oder
Büroräumen entsteht, zum Beispiel aus dem gelben Sack.
Der Recyclingkreislauf ist vollständig geschlossen, so dass die Pro-
dukte auch das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen dürfen. Die
Müllbeutel sind zu 100 Prozent „Made in EU“. Bei der Verpackung
wird auf wenig Farbe, einen geringen Papiereinsatz bei der Bande-
role und generell auf FSC®-zertifiziertes Papier geachtet.
Produkte| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
Bambus
Holz und
Frischfaser-Karton
Mais(stärke)
Palmblatt
Agrarreste
Zuckerrohr
Autoren im Handlungsfeld „Produkte“: Andreas Köller und Hanna Berners
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Verantwortungsvolle Verpackungen
zur Verbesserung der Recyclingquote
Siegelschalen auf Zuckerrohr umgestellt
Im Rahmen unserer fortlaufenden Umweltverträglich-
keitsprüfungen wird die Recyclingfähigkeit unserer
Produktverpackungen analysiert und bei Bedarf
kontinuierlich optimiert.
Externe Experten bewerten unsere Verpackungstypen nach dem
deutschen Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit
von Verpackungen. Dabei werden wichtige Aspekte der Recycling-
fähigkeit wie Materialbeschaffenheit, Art der Etikettierung, Farban-
teile und Verpackungsgestaltung berücksichtigt.
Wir setzen uns für eine sukzessive Umstellung unserer Produktver-
packungen ein, um eine höhere Recyclingfähigkeit gewährleisten
zu können. Bereits jetzt haben wir damit begonnen, unsere Verpa-
ckungen anzupassen und streben danach, ausschließlich Mono-
materialien für Verpackungen zu verwenden. Zusätzlich zu dieser
Maßnahme liegt unser Fokus auf der Vermeidung von Kunststoffen.
Ein Beispiel für diese Bemühungen ist das zusätzliche Angebot einer
kunststofffreien Verpackung für unser hochwertiges Premium-Label
„ROYAL Collection“. Neben der bisher verwendeten PP-Folien-
verpackungen (Polypropylen) werden die Servietten zusätzlich in
In Großküchen der Gemeinschaftverpflegung werden
vielfach Kunstoff-Siegelschalen verwendet. Diese verur-
sachen in den mit den vorgekochten Speisen belieferten
Tagespflegeeinrichtungen oder Altenheimen eine große
Menge an Abfall, der im Restmüll entsorgt wird.
Wir haben uns dieser Problematik angenommen, um in einem ers-
ten Schritt den Einsatz von Produktalternativen aus nachwachsen-
den Rohstoffen, in diesem Fall Zuckerrohr, zu fördern. Eine weitere
Projektphase zielt auf einen faserrückgewinnenden Aufbereitungs-
prozess mittels eines eingesetzen Bio-Konverters ab. So ließen sich
die Siegelschalen aus Zuckerrohr nach Gebrauch zu einem wieder-
verwertbaren Sekundärrohstoff transformieren.
In der Gemeinschaftverpflegung werden hygienisch einwandfreie
Siegelschalen häufig eingesetzt, um portionierte Gerichte von A
nach B zu transportieren.
Für die genannten Einrichtungen bieten sie einen enormen Vorteil
gegenüber Mehrweglösungen, da sie weniger Platz benötigen, ein
viel geringeres Gewicht haben und somit leichter zu handhaben
sind. Auch der Betrieb und der Unterhalt einer kostenträchtigen
Spülküche mitsamt hohem Wasserverbrauch und dem Einsatz von
Reinigungschemikalien lässt sich einsparen.
PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Produkte
einer Papierverpackung angeboten, die über das Altpapier recycelt
werden kann.
Neben der Umstellung der Verpackungsmaterialien wird durch den
beispielhaften Einsatz von modularen Kartons auch darauf abge-
zielt, Verpackungsmaterial einzusparen.
papstar-shop.de
Große Klappe
und viel
dahinter
Elena Derr
Kreativ-Gastronomin und Art-Floristin, „Café lé Bloom“
Gesagt, getan: Dank des Verbesserungstipps gibt es
unsere Cupcake- und Tortenboxen auch in einer
10 Zentimeter hohen Variante, so pappt nichts an.
www.papstar.com/solutions/zero-waste
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Lieb gemeinten Kundentipp aufgegriffen
und konsequent zu Ende gedacht
Richtiges Zuhören war noch nie eine der leichten
Tugenden. Und so registrieren wir das ein oder andere
Mal durchaus erstaunt, dass es manchmal Gespräche
gibt, bei denen wir uns verstanden, nicht schnell
abgetan und einfach gut aufgehoben fühlen.
Bestenfalls wird Elena Derr den gleichen Eindruck gehabt haben,
als sie uns von einem echten Bedürfnis aus der Konditoren- und
Café-Welt berichtet hat. Dank des Verbesserungstipps der „Café-
lé-Bloom“-Inhaberin sind unsere neuen Cupcake-
und Tortenboxen aus unbeschichtetem Kraftkarton
mit Sichtfenstern aus Maisstärke jetzt allesamt
zehn Zentimter hoch. Aus gutem Grund: So pap-
pen die Buttercreme-Toppings oder Sahnehäub-
chen nicht mehr am Deckel an - der Ästhetik und
des Genusses wegen. Das Auge isst nunmal mit!
Produkte| PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
von Bernd Born
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Transparenz innerhalb
der Lieferkette in
den Fokus gerückt
Neben nachhaltigen Innovationen im Produktspektrum
und den eingesetzten Materialarten ist die soziale
Verantwortung innerhalb unserer Lieferkette ein
zentrales Handlungsfeld.
Um hier unserer bedeutenden Rolle gerecht zu werden, haben
wir uns intensiver mit den Herausforderungen einer „nachhaltigen
Beschaffung“ auseinandergesetzt und die Transparenz innerhalb
unserer Lieferketten in den Fokus gerückt.
Im Unternehmen wurde als übergreifende Richtlinie und als Ver-
pflichtung des gesamten Unternehmens eine nachhaltige Beschaf-
fungsrichtlinie formuliert. Diese fokussiert den Umgang mit Lieferan-
ten, die Verpflichtung zum Schutz von Umwelt und Mensch sowie
die Einhaltung von geltenden Gesetzen.
Zudem besteht unsererseits die Anforderung, dass alle Hauptliefe-
ranten zukünftig Zertifikate und Nachweise in den Bereichen „Men-
schen- und Arbeitsrechte“ sowie „Umwelt“ bereitstellen müssen.
Erfüllungsquote
der CSR-Audits
PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 | Produkte
Um die Umsetzung der neuen Beschaffungsrichtlinie zu kont-
rollieren, wurden verschiedenen Maßnahmen im Bereich der
nachhaltigen Beschaffung im Jahr 2023 angestoßen. Eine dieser
Maßnahmen ist die Formulierung eines neuen Code of Conducts für
Lieferanten und Geschäftspartner, der von allen Lieferanten unter-
zeichnet werden muss.
Als eine weitere Maßnahme haben wir die CSR-Audits (Corporate
Social Responsibility) in Risikoländern nahezu final abgeschlos-
sen. Ein umfangreicher Fragebogen sowie die Aufforderungen zur
detaillierten Fotodokumentation wurden an die Lieferanten in den
insgesamt sechs Risikoländern mit hohem beziehungsweise mittle-
rem Risiko gesendet. Aktuell sind von diesen bereits ca. 96 Prozent
abschließend bewertet.
Alle unsere Lieferanten haben den neuen Verhaltensko-
dex unterzeichnet, der Verpflichtungen in den Bereichen
Umwelt, Menschenrechte, Arbeitsrechte und ethische
Themen beinhaltet.
Diese sind integraler Bestandteil aller unserer Lieferanten-
verträge, da alle Produktionspartner den Kodex unter-
zeichnen müssen, um überhaupt mit PAPSTAR zusammen-
arbeiten zu können.
von Andreas Köller
4 % in Bearbeitung
96 % abgeschlossen
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Umwelt | PAPSTAR Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024
Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen zum Schutz von
Umwelt und Klima sind nach unserer Auffassung eine zentrale
Aufgabe, der sich alle wirtschaftlichen Akteure stellen müssen.
Notwendige Bedingung hierbei ist es, die Umweltleistung des
Unternehmens kontinuierlich zu messen und ‒ sofern möglich ‒
fortwährend zu verbessern.
Dies gewährleisten wir mittels eines Umweltmanagementsystems
nach DIN EN ISO 14001, mit dem wir bereits seit 2010 unsere
Corporate Carbon Footprint (CCF)
Die Reduktion unseres CO₂-Fußabdruckes bleibt für uns
eine zentrale Zielgröße, um einen wesentlichen Beitrag
gegen den Klimawandel zu leisten. Seit mehreren
Jahren erfassen wir daher unseren Kohlenstoffdioxid-
Fußabdruck am Standort Kall. Mit diesem ganzheitli-
chen Blick können wir identifizieren, welche Hebel wir
gegen die Haupt-CO₂-Treiber im Unternehmen haben.
Resultat der Erstellung unseres Corpo-
rate Carbon Footprints (CCF) ist eine
detaillierte Darstellung der CO₂-Last,
gegliedert nach den Scopes 1 bis 3.
Wir berechnen insbesondere
auch die vorgelagerten
und nachgelagerten Tätigkeiten, um alle wesentlichen Quellen
einer möglichen Reduktion zu identifizieren und zu prüfen.
Der CO₂-Fußabdruck am Standort Kall ist im Jahr 2022 um ca.
zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Grund war insbe-
sondere die Reduktion des Erdgas-Verbrauchs sowie die Reduzie-
rung des Büropapiers.
Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsziels streben wir am Standort
Kall bis zum Jahr 2035 eine Reduzierung der CO₂-Belastung in
den Scopes 1 und 2 um 50 Prozent im Vergleich zum Referenzwert
aus dem Jahr 2012 an. Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir die
zukünftige Gestaltung unseres Fuhrparks zu optimieren sowie die
Installation von Photovoltaik-Anlagen in Betracht zu ziehen. Durch
diese Maßnahmen möchten wir einen Beitrag zum Umweltschutz
leisten und unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren.
SCOPE 1
umfasst die direkte Freisetzung klimaschädlicher Gase
im eigenen Unternehmen
SCOPE 2
umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase
durch Energielieferanten
SCOPE 3
umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase
in der vor- und nachgelagerten Lieferkette
Umweltleistung zu Optimierungszwecken verfolgen. Verbrauchs-
werte für Strom, Gas und Kraftstoff werden systematisch erfasst, um
durch entsprechende Maßnahmen gezielte Reduzierungen einleiten
zu können.
Nicht zuletzt im Rahmen der durchgeführten Wesentlichkeitsana-
lyse gemäß den Vorgaben der Corporate Sustainability Reporting
Directive (CSRD) hat sich die hohe Relevanz zahlreicher Umwelt-
themen für unser Unternehmen bestätigt, so dass wir uns durch die
kontinuierliche Verbesserung dieser Umweltdimensionen in unserem
bisherigen Handeln bestätigt sehen.
UMWELT
Autoren im Handlungsfeld „Umwelt“: Andreas Köller und Hanna Berners
ca. -2%